10Februar, 2018

Köch (auch Kölch) – Alte österreichische Küche im Winter

So heißt bei uns in vielen Teilen Österreichs das Kohlgemüse. Die verwendete Art von Kohl ist auch als Wirsingkohl bekannt. Der wird von den groben Strünken und Adern befreit und gemeinsam mit ein paar Erdäpfeln (Kartoffeln) in Salzwasser mit Kümmel gekocht. Manchmal wird er anschließend passiert, ich mag das Ganze lieber „stückig“, verwende also nur den Stampfer, den man sonst für Pürée nimmt. Anschließend wird mit einer Einbrenn (helle Mehlschwitze) mit geröstetem Zwiebel und Knoblauch finalisiert, die mit Suppe aufgegossen wird. Fertig ist ein Gericht, das früher vor allen den „armen Leuten“ zugerechnet wurde, heute aber fast als Delikatesse gilt.

 

TIPP: Der Kümmel macht das Gericht viel bekömmlicher, beugt Blähungen vor. Wer ganzen Kümmel nicht mag, kocht ihn einfach im Teeei mit und entfernt ihn dann. Die entscheidenden ätherischen Öle sind dann schon im Gericht.

 

Für, die das mögen, passt gebratener Leberkäse (Fleischkäse) sehr gut dazu.

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