30Juni, 2020

Rote Tagliatelle in Kräuterrahm mit Thunfisch

Hausgemachte Pasta geht bei mir – wisst ihr ja längst – immer. Diesmal habe ich den Teig rot eingefärbt, der sonst wieder nur aus Hartweizengrieß (Durumgrieß), etwas Olivenöl und Salz sowie der Flüssigkeit besteht. Das Wasser wird einfach mit Paradeismark (Tomatenmark) verrührt. Die Farbe ist natürlich nicht so intensiv wie bei Industrieprodukten, die fast immer auf Lebensmittelfarben setzen. Es gibt auch Tomatenpulver und Roterübenpulver zu kaufen, habe ich aber eigentlich nie daheim.

 

 

Mit der Nudelmaschine entstehen nach dem Rasten des Teigs (je länger desto besser) ganz einfach Teigplatten aus denen dann die Tagliatelle entstehen.

 

 

Für die Soße Schalotten klein schneiden, die im Olivenöl vom Thunfisch angeröstet werden, so wird das herrliche Aroma weiter verwertet. Frische Kräuter eurer Wahl – was der Garten so hergibt – waschen und mit Weißwein pürieren, so schmecken sie besonders intensiv.
TIPP: Versucht einmal Blätter von Radieschen mit zu verarbeiten, die haben ein tolles, „senfiges“, leicht scharfes Aroma.

 

 

Mit dieser Flüssigkeit wird dann abgelöscht und die Soße mit Sauerrahm (Schmand) – mit einem weiteren Schuss Wein glatt gerührt – gebunden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße darf ruhig leicht säuerlich sein, da die Pasta durch das rote Mark eine leicht süßliche Note erhält. Sollte das „Sugo“ zu dünnflüssig sein, mit etwas Stärke eindicken (immer in Flüssigkeit anrühren, sonst gibt es Knötchen). Den Thun nur mehr darin wärmen, ehe die Pasta darunter gehoben wird. Molto italiano! 😉

 

 

So etwas gilt in Italien als „primo piatto“ – also etwas mehr als eine Vorspeise. Für mich ist so ein Pastagericht mit einem knackigen Salat dazu eine vollwertige Mahlzeit.

 

 

Schreibe einen Kommentar