[Update vom 14. Dezember 2025]
Zander habe ich wieder einmal in feiner Qualität bekommen, wenn auch aus der Tiefkühlung. Wenn man solchen Fisch aber langsam im Kühlschrank auftaut, ist er nicht weit von Frischware entfernt.
Zum Rahmsauerkraut passen auch Scheiben vom Serviettenknödel, in Butter angebraten. Die sind auch aus der TK, aber natürlich aus Eigenproduktion 😉

[Update vom 1. Juni 2025]
Zander heißt in der Umgebung des Neusiedler Sees (wo er ja auch noch vorkommt) Fogosch. Dort habe ich auch diese Zubereitungsart kennengelernt, obwohl in dieser Region Serben eher selten sind 😉
Die Filets des Fisches werden gesalzen und dann in griffigem Mehl verrührt mit scharfem und edelsüßem Paprikapulver gewendet, ehe sie in Butterschmalz ausgebraten werden. Die Haut soll schön knusprig werden, der Zander aber schön glasig im Fleisch bleiben. So mag ich Fisch am liebsten und bereite ihn öfter so zu.

Mit diesem Gericht konnte ich 2015 in der Küchenschlacht einen Tagessieg erzielen, wobei ich fast glaube, dass Ali Güngörmüş mein Rahmsauerkraut dazu mehr beeindruckt hat! 😉 Dabei ist das so einfach: Sauerkraut wässern und abtropfen lassen (nur wenn es zu sauer ist). Dann Zwiebel und Knoblauch rösten, Kraut dazu, mit Kümmel und (wichtig!) Wacholder (beides schön fein aus dem Mörser) würzen. Zum Dünsten wenn notwendig etwas Flüssigkeit beigeben. Mit Schlagobers (Sahne) cremig binden und nur mehr abschmecken.
An die damalige Sättigungsbeilage kann ich mich nicht mehr im Detail erinnern. Erdäpfel (Kartoffel) waren es sicher und die habe ich diesmal einfach roh gewürfelt und schön kräftig dunkel und knusprig gebraten. Passt haptisch gut zum ebenso knusprigen Zander und dem cremig-weichen Kraut.
[Original vom 19. August 2020]
Paprika (-schoten), Paradeiser (Tomaten), Zwiebel und Knoblauch geben ein herrliches Gemüseragout, das unter dem Namen Letscho wohl bekannt ist. Teilweise wird es mit Speck zubereitet, auf den ich verzichtet habe.
Es wird alles schön weich geschmort, das dauert seine Zeit, aber die Zubereitung ist einfach. Zwiebel, Knoblauch und Paprikaschoten schneiden, in Fett andünsten. Etwas Paradeismark (Tomatenmark) mitrösten. Mit Paprikapulver (süß und/oder scharf ganz nach eurem Geschmack) „stauben“ und mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Gehäutete (und eventuell entkernte) Paradeiser (Tomaten) zugeben, dünsten lassen. Mit Salz, Zucker (!!!) und Pfeffer würzig abschmecken.

TIPP: Letscho kann man gut in größeren Mengen zubereiten. Das Ragout eignet sich bestens zum einfrieren und schmeckt aufgewärmt immer noch wie frisch gekocht.
Der Zander – auch als Fogosch bekannt – wird filetiert, mit Salz und Pfeffer gewürzt. Dann griffiges Mehl mit süßem und scharfem Paprikapulver vermengen und Fischstücke darin wenden. In wenig Fett zuerst auf der Haut knusprig braten und dann ganz kurz wenden, damit auch die Fleischseite Farbe nimmt. Wie immer bei Fisch eher zu wenig als zu viel garen, sonst wird er trocken, er soll innen schön glasig sein.
TIPP: Ajvar passt nicht nur zu Fleisch, auch zu Fisch!
Als Sättigungbeilage gibt es noch eine Polenta – die passt sehr gut zum Letscho – die einfach in der dreifachen Menge Gemüsefond gegart wird.
